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Hostel (Unrated Widescreen Cut) Review vom:
30.04.2006 | Redakteur/in: Marc Disc-Format: DVD
Französisch Dolby Digital 5.1 Englisch Dolby Digital 5.1
Untertitel
Französisch | Englisch
Bildformat
Anamorphic Widescreen 2.35:1
Bonusmaterialien
Audiokommentar mit Regisseur Eli Roth, Quentin Tarantino, Boaz Yakin und Scott Spiegel
Audiokommentar mit Regisseur Eli Roth, den Schauspielern Barbara Nedeljakova und Eyethor Gudjonsson, George Folsey Jr. (Schnitt) und Web-Ikone Harry Knowles
Audiokommentar mit Regisseur Eli Roth, Produzent Chris Briggs und Gabriel Roth
In Amsterdam bekommen drei junge Backpacker - zwei Amis und ein Isländer - den Tipp, unbedingt eine Jugendherberge in einer slowakischen Kleinstadt anzusteuern, denn dort gäbe es den heißesten Sex mit willigen Schönheiten. Die hormongesteuerten Kids lassen sich nicht zweimal bitten und sitzen im nächsten Zug Richtung Osteuropa. Zunächst scheint sich das Versprechen zu bewahrheiten, doch nach der ersten Nacht ist einer der dreien wie vom Erdboden verschluckt...
Nach Cabin Fever wurde Nachwuchsfilmemacher Eli Roth prompt mit dem Prädikat "die Zukunft des Horrorfilms" versehen - dieses Versprechen löst Roth mit seinem zweiten Feature Hostel leider nicht ein. Die zwei verschiedenen Hälften - zunächst harmloses Teenie-Filmchen mit den gängigen Europaklischees und ein bisschen Sex, dann blutrünstiger Schocker - wollen nicht so recht zusammen passen. Die Dialoge sind trotz des Mitwirkens von Quentin Tarantino (einer der Executive Producers) mau bis dümmlich (so wird in einer Szene den Rucksacktouristen erklärt, in der Slowakei wären aufgrund des Krieges (?) viele Frauen einsam) und die Charaktere, sowohl Täter als auch Opfer, bleiben schablonenhaft. Das berüchtigte Finale in einer zum Folterverlies unfunktionierten ehemaligen Fabrik zeigt zwar kübelweise Blut, Eingeweide und ein herausgeschnittenes Auge, doch eine Atmosphäre der Bedrohung geschweige denn echter Horror will sich partout nicht einstellen. Immerhin ist der in diesem Genre nicht unübliche Subtext interessant, so lässt sich das offensichtliche Unbehagen vieler Amerikaner vor allem, was fremd ist, bzw. vor dem unheimlichen Ausland als momentan weit verbreitete Paranoia interpretieren. Nicht von ungefähr zahlen die Folterknechte, gefrustete Manager mit viel Geld, in Hostel für amerikanische Opfer den höchsten Preis.
Wie schon bei der Cabin Fever-DVD legt sich Regisseur Eli Roth für seine Fans mächtig ins Zeug und hat diesmal insgesamt vier Audiokommentare mit diversen Gästen (u.a. Tarantino) aufgenommen. Der ansteckende Enthusiasmus schlägt sich auch in dem sehr unterhaltsamen dreiteiligen Making of nieder, das den offensichtlichen Low Budget-Charakter der in Prag gedrehten Produktion wiederspiegelt. Im Vergleich zur Kinofassung ist die Unrated Version der US-DVD knappe 30 Sekunden (Stichwort: Auge) länger.
"Don't believe the hype: spekulativer Survival-Horror für die ganz harte Fangemeinde."